Donnerstag, 21. Februar 2019

Christchurch








Nach dem Frühstück haben wir unser Gepäck auf dem Campingplatz gewogen und alle nicht mehr benötigten Utensilien für Südafrika aussortiert.

Zum Glück wurde unser Angebot von Singapore Airlines für ein Upgrade in die Premium Eco auf dem rund 10h40min langen Flug nach Singapur angenommen und wir dürfen neu mit je 35kg Gepäck, mehr Beinfreiheit und feinem Essen reisen. 

Andrea ist nun etwas beruhigter, muss aber ihren geliebten Hawaii-Koffer in Neuseeland lassen (welcher sie die letzten 10 Jahre auf all ihren Reisen begleitet hat), um Gewicht zu sparen. 

Nach dem Abwaschen des Geschirrs, Ablassen des Schmutzwassers und dem Waschen des Campers sind wir nach Christchurch zum Clearwater Golfclub gefahren, um unsere letzte Golfrunde in Neuseeland zu spielen. 

Im Stadtzentrum haben wir in der Hereford Street im Restaurant Botanic Lamm Racks gegessen und sind bei fast Vollmond sowie angenehmen Temperaturen durch Downtown gelaufen. 

Das Stadtzentrum hat sich nach den verheerenden Erdbeben von 2010/2011 stark verändert und viele neue Gebäude wurden erstellt. Die berühmte Kathedrale ist noch zerstört und soll in den nächsten 7-10 Jahren rekonstruiert werden. 

Auf einem öffentlichen Parkplatz mitten im Stadtzentrum haben wir das letzte Mal in Neuseeland im Camper übernachtet und sind um 06:00Uhr früh losgefahren. An einer BP-Tankstelle hielten wir für einen Morgencafé und haben dort sogleich den Camper ausgeräumt, geputzt sowie die Koffer gepackt. 

Stefan ging noch bei Evo Cycles in Christchurch vorbei, um das Deposit zurück zu erhalten, welches er in Auckland bezahlt hatte. 

Auf der Fahrt zum Vermieterdepot hat Andrea erfahren, dass ihr geliebtes Mutti am Morgen für immer eingeschlafen ist, was die anstehende Bemängelung bei der Station und Weiterreise nicht einfacher machte.

Um 9:30Uhr gaben wir unseren Camper bei Britz ab und haben innerhalb einer halben Stunde alles geregelt. Auf der Südinsel sind während den 11 Tagen weitere 2439km dazu gekommen. Gesamthaft haben wir mit dem Camper in den 26 Tagen genau 4850km zurückgelegt und viel Schönes in Neuseeland erlebt.

Trotz intensivsten Bemühungen, Gepäck los zu werden, hatten wir immer noch ein paar Kilos zu viel, wurden aber glücklicherweise durch gewunken. Wahrscheinlich wollte sich niemand mit dem tränenüberströmten Gesicht anlegen, denn auch die Flasche Wein im Duty Free kriegten wir mangels restlichem Bargeld für 15 Cents weniger...

Pünktlich um 12:00Uhr sind wir nach Singapur los geflogen.

Dienstag, 19. Februar 2019

Hanmer Springs









Wir sind um 06:30 Uhr früh aufgestanden und haben kurz nach 07:00 Uhr bereits beim Whale-Watching Büro gewartet, um auf das zweite Schiff zu kommen. Wir waren irgendwo auf der Warteliste und hofften auf ein Nachrücken. 

Nach dem dritten Misserfolg hiess es zwei Stunden warten, weil die nächsten zwei Abfahrten von einem Kreuzschiff gebucht wurden. 

Wir gingen Eggs Benedict in einem herzigen Café essen und konnten endlich unsere Tagebücher nach langer Zeit ohne WLAN auf den neusten Stand bringen. 

Um 10:15 Uhr hofften wir auf die nächsten drei Schiffe nachzurücken... Wir warteten bis gegen Mittag vergeblich und erkundeten uns nach unseren Chancen, am heutigen Tag noch auf ein Whale-Watching Schiff zu kommen. 

Die Chancen seien sehr klein und sie empfahl uns ein Kleinflugzeug-Whale-Watching zum selben Preis. Freundlicherweise buchte sie direkt beim Veranstalter zum Spezialpreis von je NZD 150 für einen Flug um 13:30Uhr. 

Der Flug bei besten Bedingungen war genial und wir sahen einen 18m langen Pottwal für mehrere Minuten sowie eine grosse Herde Delphine auf unserem rund halbstündigen Flug. 

Wir fuhren weiter nach Hanmer Springs und besuchten die bekannten Thermalquellen. Zusätzlich genossen wir während 30 Minuten einen privaten Pool und erholten uns für mehr als zwei Stunden in den natürlichen Mineralquellen. 

Auf dem Weg zu unserem Top10 Campingplatz in Hanmer Springs kauften wir eine Take-Away Pizza und assen diese mit Roh- und Seranoschinken mit der letzten Weinflasche: Kidnapper Cliffs, Cabernet Sauvignon/Merlot, 2013 - ein wunderbarer Tropfen zum Abschluss unserer Neuseelandreise :-)

Montag, 18. Februar 2019

Kaikoura








Am heutigen Reisetag legten wir mehr als 500km zurück und durchquerten die halbe Südinsel vom Lake Pukaki mit den höchsten Bergen (Mt. Cook) nach Kaikoura im Norden zu den Walen. 

Einen ersten Halt machten wir in Lake Tekapo und besuchten die berühmte „Church of the good Shepherd“ mit der wunderschönen Kulisse des Sees im Hintergrund. 

Das Frühstück nahmen wir in Fairlie im Museum-Café ein, welches von Schweizern geführt wird. Wir wärmten uns an der Sonne mit warmen Kaffees von der kühlen Nacht auf. 

Auf dem Scenic Highway durchfuhren wir diverse Täler mit eindrücklichen Flüssen und wunderschönen Landschaften. 

Gegen 16:30Uhr erreichten wir Kaikoura, welches bekannt ist für Whale Watching die meiste Zeit. Die Pottwale bleiben fast das ganze Jahr im dieser nährstoffreichen Gegend mit den zwei über 1600m tiefen Unterwasser-Canyons. 

Warme Ströme aus den Tropen kollidieren mit nährstoffreichen kalten Strömen aus der Antarktis. Es entsteht eine Nahrungskette von Phytoplankton welche über Tintenfische, kleineren Fischen, Vögeln, Robben, Delfinen, Haien und Walen gefressen werden. 

Leider hatte es für die nächsten Tage keine freien Plätze mehr womit wir uns auf die Warteliste setzen liessen und hoffen, morgen auf irgendeinen der 16 geplanten Ausfahrten gehen zu können. Das Wetter dazu wäre perfekt. 

Auf dem Top10 Campingplatz in Kaikoura direkt hinter dem Whale Watching Büro bekamen wir zum Glück einen der letzten Übernachtungsplätze. 

Sonntag, 17. Februar 2019

Arrowtown-Pukaki








Bei kühlen Morgentemperaturen frühstückten wir im Camper und machten uns dann auf den Weg zum nahe gelegenen Millbrook Resort. 

Gegen 10 Uhr hatten wir Tee Time auf dem Coronet & Remarkables Course. Es ging sehr langsam vorwärts und wir hatten genügend Zeit, die vielen hübschen Häuser im Resort zu bestaunen. Bei Loch 8 schlossen wir uns mit Alana und Logan aus Auckland zusammen. Bei schönstem Wetter jedoch mangelhafter Leistung beendeten wir unsere Runde und genehmigten uns anschliessend im gemütlichen Bistro Kaffee&Kuchen. 

Am Nachmittag fuhren wir vorbei am berühmten AJ Hackett Bungee, dem Erfinder des Bungee-Jumping zu Gibbston Valley, wo sich sowohl ein Weinkeller wie auch eine Käserei befinden. Nach einer kurzen Pinot Degustation assen wir trotz etwas Zeitdruck seitens Betreiber in aller Ruhe ein Plättli an der Sonne.

Es war immer noch drei Stunden hell, weshalb wir uns entschlossen, ein paar weitere Kilometer Richtung Norden gut zu machen und schliesslich bis zum Lake Pukaki kamen mir traumhafter Aussicht auf den Mt. Cook im Abendlicht. 

Auf dem MacKenzie Free Campingground manövrierten wir unser Gefährt in eine verbleibende Lücke unmittelbar neben zwei Schweizern aus Aarau.

Mit Johnny und Debbie teilten wir uns die Flasche Albarino/Left Field vom Weingut Te Awa und genossen den Ausblick auf die Berge. 

Der Wind unterstütze die kühlen Temperaturen so dass wir uns zum ersten Mal in Jacken und Schals hüllen mussten. Den von DEBBIE angebotenen Tee nahmen wir dankend an und tranken ihn alle zusammen in „unserer warmen Stube“ 😉.

Samstag, 16. Februar 2019

Queenstown








Wir sind vor 07:00Uhr aufgestanden, um auf dem Campingplatz zu frühstücken. Gestärkt mit English Muffins und Birchermüesli haben wir die 15-minütige Fahrt zum Queenstown Golfclub auf der Halbinsel bei Kelvin Heights vor der Stadt in Angriff genommen.  

Das Wetter war perfekt und die Aussicht auf den Lake Wakatipu und die umliegenden Berge mit den Remarkables, welche bis 2300m hoch sind und ein Skigebiet anbieten, ist wunderschön. Einziger Wermutstropfen war der langsame 4er Flight mit asiatischen Golfern vor uns. 

Nach dem Besuch des überfüllten Stadtzentrums  in der Queenstown Bay und einem feinen Glace im Patagonia sind wir mit einer Parkbusse (NZD 40) wegen unberechtigtem Parkieren des Campervans auf einem öffentlichen Parkplatz Richtung Arrowtown weiter gefahren. 

Arthurs Point ist der Ausgangspunkt für die berühmten „Shotover Jetboats“ Touren durch die Felsen des Shotover River. Weil Andrea diese halbstündige Schnellboot-Tour bereits 2x gemacht hat, ging Stefan für NZD 155 alleine auf die Tour. Mit bis zu 80km/h und 355 PS ging es meist mit wenigen Zentimetern vorbei an den Felsen. 

In Arrowtown übernachteten wir auf einem schönen Campingplatz mit modernen Facilities und dinierten wieder einmal auswärts in der Stadt im „Fork and Tap“.

Freitag, 15. Februar 2019

Wanaka-Arrowtown-Queenstown







Der Überbrückungstag mit der langen Fahrt vom Haast Pass bis nach Queenstown führte uns durch diverse Landschaften mit Seen, Bergen, Ebenen mit Weingütern und Flüssen. 

Der erste Halt machten wir in Wanaka. Die Stadt war völlig überfüllt und chaotisch mit vielen Autos. Der Grund war der in zwei Tagen stattfindende „Challenge Triathlon Wanaka“. Mit Frühstück, einem guten Café und Einkauf im New World machten wir uns weiter Richtung Queenstown.  

Im schmucken Goldgräber-Städtchen Arrowton trafen wir nach dem Mittag ein. Es fing sogleich an zu regnen und wir waren froh um unseren Golfschirm. Zum zweiten Mal auf unserer nun genau zweimonatigen Reise hatten wir richtig Regen und schlechtes Wetter. Zwei herzige bronzene Kiwis war die Ausbeute unserer Shoppingtour in Arrowtown. 

Mit Kürbis-Kokosnuss Suppe und feinen Muscheln im Restaurant „Postmaster“ gingen wir weiter und versuchten im exklusiven „The Hills“ Golfclub eine Teetime für morgen Freitag zu bekommen. Hier dürfen maximal 12 Besucher pro Tag auf dem Platz spielen und in einer Woche finden hier die 100. NZ Open statt. Wir hätten für NZD 1000 pro Person alles inklusive mit Essen/Getränke am nächsten Morgen spielen können... Wir dankten jedoch freundlich und suchten einen anderen Golfplatz... 🤪

Im idyllischen Nachbarsresort „Millbrook“ bekamen wir eine Teetime für Samstag Morgen (NZD 195 p.P.) und für Freitagmorgen im Queenstown Golfclub (je NZD 95).

Leider war der Top10 Campingplatz in Queenstown völlig ausgebucht. Das erste Mal auf unserer Reise, dass wir keinen Platz mehr hatten. Zum Glück fanden wir für diese Nacht in Frankton am Lake Wakatipu einen kleinen schmucken Campingplatz, auf welchem mehr als die Hälfte permanente Einwohner sind.

Donnerstag, 14. Februar 2019

Franz Josef-Gletscher











Mit dem Sonnenaufgang sind wir bei kühlen Temperaturen aufgestanden und die Gletscher zeigten sich wolkenlos über unserem Camper. 

Nach einem kleinen Frühstück im Camper sind wir nach Fox Glacier gefahren und wollten möglichst frühzeitig um den Lake Matheson laufen. Von dort ist die Sicht auf den Fox Gletscher und den höchsten Berg Neuseelands - Mount Cook mit 3754m - besonders schön. 

Leider waren auf dieser Seite die Berge am Morgen in Wolken gehüllt und die schönen Verspiegelungen im Wasser nicht zu sehen. Als wir fast am Ende der Seenumrundung waren, lösten sich plötzlich die Wolken vor dem Fox Gletscher auf und Stefan joggte zurück, um die wunderschönen Spiegelungen zu fotografieren, während Andrea einen feinen Café am Ausgangspunkt genoss. Sie war vor zehn Jahren schon da und wunderte sich einmal mehr, wie touristisch alles geworden ist...

Stefan genoss die traumhafte Aussicht und verweilte etwas länger bei diesem atemberaubenden Anblick bis er wieder zurück war. 

Der Tag hatte schon sehr gut begonnen und wurde am Nachmittag sogar noch übertroffen, denn wir hatten den Gletscherflug vor uns, den wir gestern Abend gebucht hatten. 

Der Helikopterflug mit 6 Passagieren (ein Paar aus Montpellier und ein Paar aus den USA war mit uns dabei) dauerte rund 45min und wir erwischten einen perfekten Tag. Andrea durfte vorne mit Rundumsicht sitzen und Stefan hatte ebenfalls hinten einen super Fensterplatz. 

Der Flug ging über den Franz Josef Gletscher hoch zum Heemskerck Gletscher, dem Mount Tasman mit 3497m, um dem majestätischen Mount Cook mit 3754m und landete auf dem Gletschermassiv. 

Dieser Stopp auf dem Gletscher war der absolute Hammer! Es kam uns vor wie das Dach der Welt mit dieser Bergkulisse und der Einsamkeit. Die Zeit blieb für ein paar Minuten stehen und wir genossen es in vollen Zügen. 

Nach diesem Zwischenhalt flogen wir den Fox Gletscher ab und kehrten über den Franz Josef Gletscher zurück. Dieser Helikopter-Flug wird uns als Highlight in ewiger Erinnerung bleiben. 

Danach besuchten wir das National Kiwi Center in Franz Josef und konnten vieles über Kiwis - das Nationaltier Neuseelands - erfahren und zwei Kiwis in vertrauter dunkler Umgebung beobachten. 

Nach feinen Muscheln und Fish & Chips im „First Landing“ sind wir Richtung Haast Pass losgefahren und nach einem kurzen Halt am letzten Strand an der Westküste haben wir in Pleasant Flat kurz vor dem Haast Pass mit vielen beissenden Sandflies wild campiert.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Hokitika









Auf unserer rund 400km langen Fahrt von Owen River nach Franz Josef Glacier machten wir bei der „Brunner Mine“ und in Hokitika Halt.

Die Brunner Mine war eine Kohlengrube am Ufer des Gray River mit extrem hoher Qualität. Sie ist als grösstes Minenunglück Neuseelands in die Geschichte eingegangen, als im März 1896 eine Explosion durch einen Feuerstoss alle 65 Minenarbeiter tötete, welche sich in der Grube befanden. 

Hokitika wurde im Jahre 1864 als Goldgräbersiedlung gegründet und stellte eines der Zentren des Goldrausches dar. Zwei Jahre nach der Gründung zählte Hokitika mit über 6000 Einwohnern zu den grössten Siedlungen im damaligen Neuseeland. Heute lebt die Stadt mit 4500 Einwohner vom Tourismus und gilt als Jadehochburg. 

Die Region vor Franz Josef Glacier beeindruckt durch ihre massiven Deltas von Ablagerungen der Gletscherflüsse und Gletscherseen. 

Wir übernachten auf dem Top10 Campingplatz in Franz Josef Glacier und genossen eine Käseplatte mit Süsswein Dolce von Schubert Wines und Pinot Noir Martinborough Vineyards, Home Block 2015.