Samstag, 19. Januar 2019

Bora Bora - 1. Tag







Bora Bora erwartet uns bei traumhaftem Wetter. Wir haben uns entschieden die Hauptinsel mit dem Otemanu individuell zu umrunden. 

Bora Bora ist ein Atoll, welches zur Gruppe der Society-Inseln in Französisch Polynesien, genauer zu den Inseln unter dem Winde, im Südpazifik gehört. Das Atoll liegt rund 260km nordwestlich von Tahiti und hat eine Landfläche von 38km2. 

Bora Bora hat 9600 Einwohner. Der Hauptort Vaitape mit rund 4600 Einwohnern liegt auf der Westseite der Insel, gegenüber der Hauptpassage in der Lagune - Passe Teavanui, die so tief ist, dass sie auch mit grösseren Kreuzfahrtschiffen befahren werden kann. 

Die Zentralinsel Bora Boras besteht überwiegend aus basaltischer Lava. Die Hauptinsel ist 9km lang und an ihrer breitesten Stelle 5km. Die Siedlungen befinden sich ausschliesslich in den Küstenbereichen, das üppig bewachsene Inselinnere mit dem Berg Otemanu (727m hoch) ist weitgehend unerschlossen. Wir haben die 32km lange befestigte Ringstrasse um die Insel mit einem lustigen Elektro-Twinbike-Mobil an beiden Tagen in die jeweils andere Richtungen befahren. 

Die kleineren Motus sind flache sandige Koralleninseln mit luxuriösen Resorts, welche leider privat sind und wir nicht besuchen konnten, obwohl Andrea alles versucht hat eine Site-Inspektion zu erhalten. 

Im Bloodymary hatten wir sehr feine Fischgerichte gegessen mit Mojito und Daiquiri dazu. Es ist das Restaurant auf Bora Bora in das  alle Prominenten gehen und auch mit Bildern und Namen der Promis beschriftet ist. 

Nach der Abgabe des Autos haben wir in Vaitape noch in verschiedenen Shops Schmuck mit der inseltypischen Black Pearl angeschaut und uns informiert über die Eigenheiten der seltenen schwarzen Perle. 

Am Abend haben wir uns noch zum Farewell Dinner mit Vaughn McIntyre und Patricia Pulley im Restaurant Toscana verabredet und einen schönen angenehmen Abend verbracht. 

Donnerstag, 17. Januar 2019

Fakarava - Atoll in Französisch Polynesien







Wir haben heute das Atoll Fakarava im Tuamoutu-Archipel im Pazifischen Ozean - etwa 490km nordöstlich von Tahiti - in Französisch Polynesien mit dem Velo erkundet und einen wunderschönen heissen Tag mit vielen Eindrücken der „himmlischen Insel“ erlebt. 

Fakarava hat 866 Einwohner, ist 60km lang und 21km breit und somit eine der grössten Lagunen in Polynesien. Das Atoll gehört zum Unesco Biosphärenreservat zur Bewahrung der seltenen Tier- und Pflanzenarten. Fakarava hat im Zentrum eine weite und tiefe Lagune mit einer Oberfläche von 1112 km2 mit zwei Eingängen. Die Landoberfläche über Meeresspiegel beträgt hingegen nur etwa 16 km2 und erhebt sich nur wenige Meter über den Meeresspiegel. Die Lagune des Atolls hat zwei schiffbare Passagen, Garuae die grösste befahrbare Lagunen-Passage in ganz Polynesien, und die südliche Passage Tumakohuna.

Der erste Europäer war der deutschbaltische Erkunder Fabian Gottlieb von Bellingshausen am 17. Juli 1820. Er nannte das Atoll „Wittgenstein“. Die Einwohner wurden vom belgischen Jesuitenpriester Honoré Laval um 1849 evangelisiert. Die Kirche in Fakarava wurde 1850 erbaut. 

Fakarava ist eine unberührte Welt, wo viele Vogelarten und Meerestiere in Harmonie mit Land und Wasser leben. Das reiche Ökosystem ist die Heimat von einzigartigen Vögel und Pflanzen. Die Tauchgebiete sind grösstenteils unentdeckt. Das Leben entlang der Küste ist einzigartig mit einfachen Häusern und einladenden, freundlichen Einwohner tahitianischer Abstammung. 

Fakarava hat einen eigenen Flughafen mit täglichen Verbindungen nach Papeete durch Air Thaiti und unregelmässigen Flügen nach Rangiora. Es gibt eine rund 15km lange asphaltierte Strasse mit Strassenlaternen, welche extra für den angekündigten Staatsbesuch von Präsident Chirac 2003 gebaut wurde. Noch heute warten die Einwohner auf den Präsidenten... dafür erfreuten wir uns an der perfekten Strasse für unsere heutige Velotour 😊 zur Erkundung von Fakarava. 

Montag, 14. Januar 2019

Pitcairninseln









Die Pitcairninseln offiziell „Pitcairn, Henderson, Ducie und Oeno Islands“ genannt, bestehen aus einer Gruppe von 4 vulkanischen Inseln mitten im Südpazifik und gehören zu Grossbritannien. Sie sind verteilt über mehrere hundert Seemeilen mit total 47 quadratkilometern Landfläche. Nur Pitcairn 🇵🇳, die zweitgrösste mit einem Durchmesser von rund 3.6 Kilometern ist bewohnt. 

Die Inseln sind weltberühmt aufgrund der Bounty-Meuterer und deren tahitischen Begleiter, welche sich da nieder liessen und dienen noch heutzutage oft als Buch- oder Filmvorlage.

Zur Zeit leben auf Pitcairn 43 Menschen, welche von folgenden 4 Familien der Meuterer abstammen: Christian, Warren, Young and Brown. Pitcairn 🇵🇳 ist die kleinste Gemeinde der Welt mit eigener Justiz. Die Insel ist zu klein, um sie zu besuchen. Darum kamen Einheimische an Bord und zeigten ihre Handwerke und Spezialitäten, welche gekauft werden konnten. Wir sind jetzt stolze Besitzer eines Pass-Stempels von Pitcairn. Zum Schluss haben die Anwesenden rund 28 Einwohner ihre Pitcairn-Hymne gesungen. 

Die frühesten Bewohner waren Polynesianer, welche wahrscheinlich um das 15. Jahrhundert auf Henderson und Pitcairn für mehrere Jahrhunderte lebten. Als die Insel am 3. Juli 1767 von der britischen HMS Swallow mit dem 15 jährigen Seekadetten Robert Pitcairn entdeckt wurde, war sie nicht mehr bewohnt. Weil die Insel damals bei der Positionierung der Längengrade um 3 Grad falsch festgelegt wurde, war sie schwierig wieder zu finden. 

Sie diente somit 7 Jahre später für die Meuterer der Bounty um James Cook als ideales Versteck. Noch heute befinden sich die Überreste der verbrannten Bounty am Ufer von Adamstown auf Pitcairn 🇵🇳.

Unsere neue Bekanntschaft Vaughn aus St. Andrews - New Bruinswick hat uns auf dem Weg zum Sonnenbaden eingeladen seine selbstgemachte Paella zu probieren. 

Am Nachmittag gehen wir selber wieder in die Kochschule und lernen „Nonna‘s Sizilian Kitchen“ mit Annie - der Kochchefin an Bord. Wir haben Arancini, Pesto Pasta mit Shrimps 🦐 und Tiramisu selber gekocht und gegessen. Mmmhhhh lecker. 

Den Abend mit Sonnenuntergang haben wir auf unserer Terrasse mit einem feinen Wein und Häppchen genossen.

Freitag, 11. Januar 2019

Osterinsel (2. Teil)








Die Osterinsel hat noch viele andere Geschichten und Sehenswürdigkeiten als "nur" die Moai-Statuen zu bieten. Wir konnten die ganze Insel individuell zu erkunden, weil wir für die zwei Tage einen Mietwagen gemietet und damit rund 160km auf der kleinen Insel (13km breit und 24km lang) zurückgelegt haben.

Hanga Roa ist der Hauptort und fast alle knapp 6000 Einheimischen "Rapa Nui" wohnen dort. Heute lebt die Insel hauptsächlich vom Tourismus und das erkennt man an den vielen kleinen Hotels und Restaurants. Auf der Strasse wird aber noch immer frischer Fisch oder Früchte verkauft. Die Rapa Nui sind sehr stolz auf ihre Insel und ihre Kultur. Die Kultur in dieser sehr isolierten Insel der vergangenen 1000 Jahre ist einmalig, weil ein Kontakt mit der übrigen Welt nicht möglich war.


Viel Wissen über Kultur und Bräuche ging leider verloren als fast alle Eingeborenen - der ehemals maximal 12’000 Bewohner in der Blütezeit - in den 1860 Jahren mit Sklavenschiffen nach Chile verfrachtet wurden und nur 15 wieder zurück kehrten. Die kleinste Zahl der Rapa Nui sank auf 111 Einwohner im Jahre 1866. 

Ein bedeutender Ort auf der Osterinsel ist Orongo. Hier fand der alljährliche Bird-Man Wettkampf statt. Die verschiedenen Stämme bestimmten je einen Athleten, welcher die gefährliche Strecke über Klippen hinunter ans Meer und durch das Wasser bis zur Vogelinsel (ca. 1.6km Schwimmstrecke) mit einem Surfbrett aus Palmenblättern gebastelt zu durchschwimmen hatte. 

Das Zeremonie-Dorf Orongo mit 54 „Boat-Häusern“ war im Frühling nur für jeweils ein paar Wochen bewohnt. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts lebten hier Rapa Nui und zelebrierten den Manutarra-Kult. Es wurden daher sehr viele Malereien und in Stein gemeisselte Zeichnungen und Schriften gefunden. 


In Te Pito Kura befindet sich auch der „Navel of the world“ - Nabel der Welt - Stein, welcher der Sage nach vom ersten König der Insel Hotu Matu‘a mitgebracht wurde und eine starke Dosis „Mana“ - spirituelle Kraft der Götter - besitzt. Der grosse, runde Stein ist aus vulkanischem Gestein mit viel Eisenanteil und strahlt damit magnetische Kräfte aus. 

In Ana Te Pahu gibt es faszinierende Höhlen im Lavastrom, welche die Rapa Nui als Wohnstätten benutzten. Noch heute können in den Höhlen die Unterkünfte und Feuerstellen erkannt werden. 

Es gibt auf der Osterinsel nur zwei Sandstrände: Anakena und Ovahe. Beide haben uns sehr gut gefallen. Anakena ist gross und voll touristisch mit Essenständen und Souvenirs. Am Beach gibt es auch ein Ahu mit 5 Moai, was diesen Ort sehr speziell macht und viele Besucher anlockt. Ovahe hingegen ist der Beach der Einheimischen und sehr geschützt in den Felsen. Stefan hat dort in den Wellen Body-Surfing genossen und wir verbrachten eine wunderschöne Stunde fast alleine in paradiesischer Umgebung.

Am ersten Tag haben wir noch die exklusive Lodge "Explora Rapa Nui" mitten auf der Insel besucht, welche darauf spezialisiert ist den Gästen all inklusive geführte Touren in kleinen Gruppen und luxuriöse Unterkünfte mit guter Küche anzubieten. Der Manager Francisco Covarrubias hat uns vor der Führung durch das Hotel noch grosszügig zum Mittagessen eingeladen.

Die Osterinsel wird uns ewig in Erinnerung bleiben mit den Highlights:
- Rauo Raraku
- Anakana und Ovahe Beach
- Orongo
- Tongariki

Osterinsel - Moai (Teil 1)







Nach fünf Seetagen und mehr als 2700 zurück gelegten Kilometern auf dem unendlichen Pazifik haben wir die „Osterinsel“ mit den bekannten Moai 🗿 das Highlight der Kreuzfahrt erreicht.

Moai, in der Sprache der Rapa Nui „mo‘ai“ genannt, sind gigantische Steinmonoliten auf der Osterinsel. Es gibt keine Mehrzahl für Moai. Es gibt total 887 Moai auf Rapa Nui, wie die Osterinsel in der Lokalsprache heisst. Die meisten sind in schlechtem Zustand - verwittert, zerbrochen oder noch gar nicht fertig. 834 Moai sind aus komprimierter vulkanischer Asche gefertigt, 13 aus Basalt, 22 aus aus Trachyte und 17 aus dem roten Scoria-Felsen, welcher ein weicheres Gestein ist.

Viele fertig erstellte Moai stehen auf Ahu-Plattformen, andere sind verstreut in Gruppen in einer Gegend oder stehen ganz alleine. Viele Statuen haben Schultern und eine Brust, einige haben Arme, einzelne haben Finger und ein einziger hat sogar Beine. 288 sind erfolgreich zu den Ahu Plattformen transportiert worden. Die Rapa Nui bauten dafür spezielle Strassen für diesen Transport. 

Bei Rano Raraku sind 397 Moai 🗿 rund um den Felsen verstreut, wo sie raus gemeisselt wurden. Bei „Tongariki“ sind die markantesten 15 in einer Reihe auf einer Ahu-Plattform an der Küste. Ausser Aku Akivi im Landesinnern sind alle Statuen entlang der Küsten rund um die Insel angelegt. Das Gesicht des Moai ist gegen das Land gerichtet, um über die Dörfer zu wachen. Archäologen haben herausgefunden, dass die Statuen zwischen 1250 und 1500 nach Christus erstellt wurden. 

Die Moai 🗿 sind asymmetrisch mit 3/5 grösseren Köpfen als der Körper. Warum sie erschaffen wurden ist unbekannt, aber es wird spekuliert, dass sie zu ehren von verstorbenen Vorfahren der eingeborenen Rapa Nui gemeisselt wurden. Der grösste gefundene Moai ist nicht fertig gestellt worden und befindet sich noch im Fels liegend. Dieser ist 21.6m lang und wiegt um die 270 Tonnen. Der grösste fertig erstellte Moai ist „Paro of Ahu Te Pito Kura“, welcher 10m hoch ist und 80 Tonnen wiegt. Der Schwerste mit 86 Tonnen ist etwas kleiner und befindet sich beim Aku Tongariki. 

Nur ein Moai hat Beine. Dies ist der bekannte kleine knieende „Tukuturi“. Viele meinen dass dies der letzte erschaffene Moai 🗿 ist. Das Material von Tukuturi ist der rote scoria Felsen von Puna Pau. Jetzt steht dieser bei Rana Raraku und es wird angenommen, dass er zum Tangata Manu Kult (Bird Man) gehört. 

Einige Moai 🗿 haben komplexe Augen aus verschiedenen Fels-Typen: einen weissen Felsen für den Augapfel und einen schwarzen Obsidian für die Pupille. Gemalte Augen wären viel einfacher gewesen, aber die Rapa Nui Steinmetze fanden, dass die Statuen auf diese Art lebendiger wirken. Trotz des harten vulkanischen Materials, sind die Statuen bemerkenswert gut bearbeitet. Obwohl die Einzelnen einander gleichen, können viele verschiedene Gesichter erkennt werden. 

Unglücklicherweise wurden infolge Stammesfeden viele Moai zerstört und umgerissen. Als die ersten Europärer mit dem Holländer Jacob Roggeveen 1722 die Insel am Ostersonntag dem 5. April entdeckten und darum der Insel den Namen „Osterinsel“ gaben, standen noch alle Statuen und waren intakt. Sie standen auch noch bei der spanischen Expedition von Felipe Gonzales 1770. Bei der Erkundung von Kapitän James Cook nur vier Jahre später waren hingegen viele Moai zerstört. 

Die Ahu‘s sind Plattformen wie Altare, auf denen die Statuen platziert sind. Es ist noch ein Rätsel, warum einige auf diesen Ahu‘s in einer symmetrischen Reihe aufgestellt sind, andere entlang der Küste mit dem Gesicht zur Inselmitte gerichtet und viele bei Rano Raraku wild durcheinander platziert sind. Jeder Ahu ist aus vielen kleinen Steinen geschickt ineinander verkeilt als stabiles langes Fundament für die schweren einzelnen Moai 🗿. 

Oft sind die Ahu’s Gedenkstätten mit Gräbern von wichtigen Persönlichkeiten. Total 313 Ahu wurden gebaut, aber auf nur 125 davon waren Moai positioniert. Viele dieser stabilen Plattformen wurden während der Stammeskriege zerstört, während Tongariki bei einem Tsunami 🌊 ins Landesinnere geschwämmt wurde. Viele wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts restauriert und können heute bestaunt werden.

Im 2. Teil des Osterinsel-Blogs werden wir noch über die anderen Sehenswürdigkeiten auf Rapa Nui berichten und es gibt noch viel zu erzählen von dieser mysteriösen Insel isoliert im grossen Südpazifik....

Montag, 7. Januar 2019

5 Seetage von San Antonio zur Osterinsel







Die fünf Seetage nutzten wir für verschiedene Aktivitäten auf dem Schiff wie Shufflebord, Croquet und Tennis spielen. Wir haben auch immer fein gegessen und uns im SPA oder im Whirlpool entspannt. Wir haben die verschiedenen Koch-Shows oder das Unterhaltungsprogramm am Abend im Theater besucht. Natürlich haben wir auch fleissig im Fitnessstudio trainiert, sowie auf dem Deck 15 gejoggt und die Kalorien wieder verbrannt, welche wir mit dem feinen Essen zu uns genommen haben.

Leider hatten wir auf dem Schiff für mehr als 6 Tage kein WLAN und konnten keine Blogs veröffentlichen. Wir sind deswegen etwas in Rückstand geraten, geben uns aber Mühe dies schnell wieder aufzuholen...

Freitag, 4. Januar 2019

Valparaiso bei Santiago de Chile






In San Antonio war für die Meisten die Schiffsreise zu Ende und wir mussten in der Marina Lounge lange warten bis alle ausgecheckt haben, um dann unseren Landausflug nach Valparaiso, Viña Del Mar und die Matetic Winery antreten zu können. 

Unser Guide hiess Juan Carlos und er erzählte uns vieles über Chile, die Gegend von Santiago de Chile mit unserem Hafen San Antonio, Valparaiso, Viña del Mar und das Casablanca Valley.

San António ist der grösste Hafen Chiles, der Ort ist jedoch nicht sehr gross mit ca. 30‘000 Einwohnern und lebt hauptsächlich vom Hafen. Die Gegend bietet viel Wald und deshalb eine grosse Holzproduktion (Eukalyptus wurde wie in Uruguay auch aus Australien importiert).

Chile ist grösster Produzent von Kupfer weltweit. 55% der Bevölkerung sind Katholiken. Die Anzahl der Protestanten nimmt allerdings von Jahr zu Jahr zu.
42 verschiedene Klimaarten gibt es in Chile und Atacama ist die trockenste Gegend weltweit. Die Anden sind das zweitgrösste Gebirge auf der Welt und trennen Chile von Argentinien im Osten.

Casablanca Valley ist bekannt für guten Weisswein (Chardonnay & Sauvignon Blanc). Es gibt vier Gründe für diese super Konditionen: 1. trockener Boden da wenig Regen (nur 100-300mm/Jahr), 2. grosse Temperaturunterschiede zw. Tag und Nacht, 3. frische Meeresbrise sorgt für gute Luftqualität, 4. Morgennebel, welcher für die Feuchtigkeit sorgt

Matetic Wineyard wurde von einer Kroaten Einwandererfamilie gegründet und ist sehr bedacht auf Nachhaltigkeit. Sie produzieren die Weine nur auf natürliche Weise und nach dem Mondzyklus.

Valparaiso ist eine Immigrantenstadt mit 300‘000 Einwohnern. Vor allem Engländer, Deutsche und Italiener prägen die Stadt. In den Sommermonaten Januar/Februar kommen viele Touristen und die Einwohnerzahl steigt auf 600‘000 bis 800‘000 in der Gegend von Valparaiso und Vina Del Mar an. 

Viña Del Mar ist sehr gepflegt mit vielen Hotels und Restaurants. Ist ein bisschen wie St. Tropez. Am schönsten Ort befindet sich die Blumenuhr. Ein Geschenk von der Schweiz anlässlich der Fussball WM 1962, weil die schweizer Mannschaft in Vina Del Mar untergebracht war. 

Die nächsten 5 Tage verbringen wir auf See bis zu einem weiteren Höhepunkt auf unserer Kreuzfahrt: Rapa Nui, die Osterinseln. Bis dahin gibt es nicht mehr viel zu berichten und ihr hört dann wieder von uns in ein paar Tagen.

Donnerstag, 3. Januar 2019

Seetag von Puerto Montt nach Santiago de Chile






Das Wetter auf See auf dem Weg nach San Antonio bei Santiago de Chile war traumhaft. Obwohl nur etwa 14 Grad bei wolkenlosem Himmel, war es sehr angenehm warm. Der Rückenwind bewirkte fast kein Wind auf dem Deck. 

Nach einigen Tagen hatten wir wieder Frühstück draussen und danach spielten wir fast 2 Stunden Mini-Tennis auf Deck 15 mit Margaret und Matt aus Kalifornien. Danach machten wir Abschläge ins Netz und spielten alle 18 Löcher auf den Puttinggreens. 

Nach dem Sünnele joggten wir noch 40min auf Deck 15 und Stefan hängte noch eine kleine Veloeinheit dran bis Andrea fertig geduscht war. 

Am Abend genossen wir zum Apero eine feine Flasche „Chardonnay, Angelica Catena, 2013“ zu viert bevor wir mit unseren neuen Freunden im Restaurant Toscana fein essen gingen und uns von ihnen verabschiedeten, da ihre Reise in Santiago de Chile endet.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Puerto Montt - Osorno Vulcano







Der Tagesausflug in Puerto Montt führte uns über Puerto Varas und Ensenada zum Osorno Vulkan. Unser Guide „Miguel“ informierte uns bei dieser knapp 8 stündigen Tour über viel Interessantes in dieser Gegend mit rund 200 Regentage (bis zu 3000mm Niederschlag pro Jahr) und sehr schnell wechselndem Wetter. Heute hatten wir einen Traumtag erwischt 😊. 

1852 kamen deutsche Einwanderer hierher und die chilenische Regierung unterstützte diese mit jeweils 100 Hektaren Land und für jedes Kind zusätzlich 20 Hektaren. Dies förderte die Kolonie zusätzlich und viele deutsches Handwerk und Schulen entstanden. Noch heute sprechen viele Leute in dieser Gegend Deutsch - wie auch unser einheimische Guide Miguel. 

Nach rund 17km Fahrt  erreichten wir Puerto Varas: die Stadt der Rosen mit vielen Restaurants und Cafés entlang des Sees Llanquihue mit herrlicher Sicht auf den 2650m hohen Osorno Vulkan, welcher aber nicht mehr aktiv ist. 

Mit fuhren mit dem Car auf rund 1100 Höhenmeter zum Osorno Vulkan, wo im Winter Ski gefahren wird. Die Skisaison dauert nur etwa 2 Monate ab Mitte Juni, wobei nur rund eine Woche schönes Skiwetter ist. Zu Fuss wanderten wir zwischen 1100 und 1400m bis zur Mittelstation und hatten einen schönen Ausblick über die wunderbare Vulkanlandschaft. 

Der Vulkan Calbuco in unmittelbarer Nachbarschaft brach zuletzt im Jahre 2015 mit 4 Eruptionen aus. Ensenada war besonders betroffen mit meterhoher Asche. Die Asche geht aber in der Regel ostwärts nach Bariloche, welches rund 120km entfernt ist. Miguel zeigte uns vom Fotograf Felipe Negroni eindrucksvolle Bilder des Vulkans während des Ausbruchs. 

Am 22. Mai 1960 hat das grösste Erdbeben der Welt in Chile während 5 Min. mit 9.6 auf der Richterskala gebebt und einen 22m hohen Tsunami ausgelöst, welcher noch in Japan mit einer 6m hohen Flutwelle grosse Verwüstungen auslöste. Über 1000 Menschen verloren ihr Leben in Chile. 

Sehr eindrucksvoll und landschaftlich wunderschön waren die Petrohue Falls zwischen Sierra Santo Domingo und Osorno. 

Da viel Gletscher- und Regenwasser vorhanden ist, wird viel gutes Bier produziert wie z.B. das Rainbeer. 

Wir haben auch noch den Pudu kennengelernt - sieht aus wie ein Verschnitt zwischen einem Reh und einem Dackel 😂.